Literatur

Hier finden Sie - im Sinne von „what we read“- ausgewählte Literaturempfehlungen zu zentralen Fragestellungen unserer Zeit. Die Zusammenstellung konzentriert sich auf Arbeiten, die im Rahmen unserer sechs Erkenntnisräume von grundsätzlicher Bedeutung sind. Unsere Literaturliste berücksichtigt neben bekannten und meinungsführenden Autoren auch unorthodoxe oder brandaktuelle Werke zu speziellen Themen, die wir für potentiell trendbildend, trendbestimmend oder trendverändernd erachten.

Über die „Auswahl“-Funktion können Sie Bücher und Literatur gezielt Erkenntnisräumen zuordnen.

Erkenntnisräume

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"Global Inequality: A New Approach for the Age of Globalization", Branko Milanovic (2016)

05. April 2016

Ein Buch, das wichtige Fragen zur Globalisierung stellt und zu Recht Schlagzeilen gemacht hat. Branko Milanovic zeigt anhand detaillierter statistischer Auswertungen, wie sich die Globalisierungstendenz der letzten Jahre auf die Einkommensentwicklung verschiedener Bevölkerungsgruppen ausgewirkt hat. Anhand einer zentralen, inzwischen berühmt gewordenen Grafik wird deutlich, wo die weltweiten Gewinner und Verlierer der Globalisierung liegen. Ein kritischer Denkanstoß für mehr Verteilungsgerechtigkeit, gerade in Fragen der Globalisierung.

what is populism

"What is populism?", Jan-Werner Müller

01. April 2016

Jan-Werner Müller, Professor für Politologie an der renommierten Princeton University, liefert mit diesem Buch einen grundlegenden Überblick zum globalen Phänomen des Populismus. Müller ordnet jüngere politische Entwicklungen, von Silvio Berlusconi über Marine Le Pen bis hin zu Donald Trump, in einen historischen Kontext ein. Gleichzeitig gibt Müller überzeugende Erklärungen zur Entstehung populistischer Strömungen und zu deren schädlichen Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik. Müller bietet klare Definitionen und Abgrenzungen für Populismus und beantwortet damit seine Ausgangsfrage: „What is populism“? Ein grundlegendes Buch, auch vor dem Hintergrund einer zunehmend pauschalen Verwendung des Begriffs Populismus.

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“The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird”, Erik Brynjolfsson, Andrew McAfee (2014)

25. Januar 2016

Die beiden renommierten MIT-Professoren Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee sehen in der bevorstehenden digitalen Revolution eine so grundlegende Neuordnung unseres Arbeitslebens, wie es die industrielle Revolution vor 200 Jahren war. Haupttreiber dieser Entwicklung ist das exponentielle Wachstum der Computertechnologie, wovon insbesondere Robotik, künstliche Intelligenz und die Vernetzung riesiger Datenmengen profitieren. Die Autoren beschreiben in ihrem Buch die größten Herausforderungen, aber auch mögliche Handlungs- und Entwicklungspfade, um die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen und Potenziale bestmöglich zu managen. (Gewinner Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2015).

"Between debt and the devil", Adair Turner (2015)

03. November 2015

Das Buch von Adair Turner ist ein engagiertes, aber sehr gefährliches Plädoyer für noch mehr "monetäre Verwässerung". Turner empfiehlt eine "finale" Nutzung der Geldpolitik zur Lösung der globalen Schuldenkrise: Notenbanken sollten massiv Staatschulden aufkaufen und dauerhaft übernehmen (die Idee des „OMF“). Ein sehr kontroverser Vorschlag, der jedoch in offiziellen Kreisen zunehmend Gehör findet. Must Read!

Siehe dazu auch: "OMF"-Studie des FERI Cognitive Finance Institute,

Vortrag von Adair Turner, Institutional Money Kongress, vom 21.02.2017

 

MEHR ERFAHREN
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"Der Euro: Von der Friedensidee zum Zankapfel", Hans-Werner Sinn (2015)

19. Oktober 2015

Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, die mehr auf politischem Wunschdenken basiert als auf ökonomischen Realitäten. Er hat das Potential, die europäische Finanz- und Wirtschaftsordnung dramatisch zu verändern und Europa sowohl politisch als auch ökonomisch nachhaltig zu beschädigen. Zu dieser Einschätzung gelangt Hans-Werner Sinn, streitbarer Ökonom und ehemaliger Leiter des IFO-Instituts, im Zuge einer umfassenden Analyse. Ein wichtiges Buch, brandaktuell nach den jüngsten Entwicklungen in Europa!

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"Complexity and the Economy", Professor W. Brian Arthur (2014)

30. April 2014

Die traditionelle Wirtschaftsforschung liegt falsch: Volkswirtschaften und Finanzmärkte bilden komplexe Systeme, die sich mit herkömmlichen Methoden der  Ökonomie nicht zutreffend beschreiben lassen. Dies ist die zentrale Aussage der sogenannten Komplexitätstheorie. W. Brian Arthur, einer der weltweit profiliertesten Komplexitätsforscher, gibt mit diesem Buch eine Einführung zum Phänomen "Komplexität". Eine revolutionäre Sichtweise, die bisherige Erklärungsansätze ad absurdum führt und zahlreiche Probleme und Versäumnisse der orthodoxen Wirtschaftstheorie erklärt!